2026 steht für mich nicht im Zeichen von radikalen Veränderungen oder noch mehr To-dos.
Es ist vielmehr ein Jahr der bewussten Feinjustierung, in dem ich achtsam darauf achten möchte, was wirklich stimmig ist – in meinen Entscheidungen, in Gesprächen und in meinem Business.
In diesem Blog-Beitrag teile ich 6 Dinge, die ich 2026 anders machen werde, um näher an das zu kommen, was für mich Sinn macht und Energie freisetzt. Es sind bewusste Veränderungen, die mein Denken, Handeln und meinen Umgang mit mir selbst und anderen im Business noch stimmiger machen sollen.
Es geht mir nicht um schnelle Lösungen oder vorgefertigte Methoden, sondern um Haltungen, Entscheidungen und Gewohnheiten, die ich bewusst anpassen möchte – um Resonanz als inneren Kompass zu nutzen.
1. Ich treffe Entscheidungen weniger aus Vernunft – und mehr aus Resonanz
Natürlich bleibt mein Verstand wichtig. Erfahrung, Zahlen und Einschätzungen gehören weiterhin dazu.
Aber 2026 möchte ich Entscheidungen nicht mehr ausschließlich „gut begründen“, sondern auch gut spüren.
Rückblickend habe ich immer wieder festgestellt:
Die Entscheidungen, die sich innerlich ruhig und klar angefühlt haben, waren langfristig die richtigen – selbst dann, wenn sie im Moment nicht die logischsten waren.
2026 darf mein Gespür deshalb mehr Gewicht bekommen. Nicht gegen den Kopf, sondern mit ihm im Zusammenspiel.
Damit das gelingen kann, braucht es für mich vor allem eines: Eigenverantwortung.
Wie ich es bereits in meinem Blog-Beitrag „Eigenverantwortung: Was kannst DU tun, um Deine Situation zu verändern?“ beschrieben habe, bedeutet Eigenverantwortung für mich, Verantwortung für das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu übernehmen – unabhängig von äußeren Umständen. Es ist der Glaube daran, das eigene Leben aktiv gestalten zu können.
Ein entscheidender Faktor dabei ist der Glaube an mich selbst. An meine eigenen Fähigkeiten. Und an meine eigene Selbstwirksamkeit.
Die eine Frage, die für mich dabei alles verändert, lautet: Was kann ich selbst tun, um die Situation zu verändern?
Diese Frage ist für mich zentral – persönlich wie unternehmerisch. Denn auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt: Es gibt immer etwas, das ich beeinflussen kann. Vielleicht nicht alles. Vielleicht nicht sofort. Aber immer etwas.
Was sich zudem in meinem Denken zunehmend etabliert hat, ist die Erkenntnis: Es gibt selten nur Schwarz oder Weiß. Dazwischen liegen unzählige Grautöne, die wir in stressigen Situationen oft gar nicht mehr wahrnehmen.
Oft sind es keine großen Umbrüche, sondern kleine Schritte, die den Unterschied machen:
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eine Entscheidung treffen, die ich schon zu lange vor mir herschiebe
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eine Aufgabe abgeben, die mich blockiert
-
ein Gespräch führen, das Klarheit bringt
-
oder bewusst „Nein“ sagen, um wieder Raum für das Wesentliche zu schaffen
Es geht mir nicht darum, von heute auf morgen alles zu verändern.
Aber es geht mir darum, meine eigene Gestaltungskraft Schritt für Schritt zu festigen.
2. Ich höre in Gesprächen noch genauer hin – auch zwischen den Zeilen
Resonanz zeigt sich für mich besonders in Gesprächen. In dem, was gesagt wird – und in dem, was unausgesprochen bleibt.
2026 möchte ich mir dafür noch bewusster Raum nehmen:
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für Zwischentöne
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für Stimmungen
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für das Tempo meines Gegenübers
Es geht mir dabei vor allem darum, wirklich zuzuhören. Nicht innerlich schon fünf Schritte weiter zu sein, während mein Gegenüber noch spricht. Nicht vorschnell einzuordnen oder zu bewerten – sondern meinen Geist zu öffnen und meine eigenen Gedanken bewusst zurückzustellen.
Erst so entsteht die Möglichkeit, dass das, was mein Gegenüber sagen möchte, auch wirklich so bei mir ankommt, wie es gemeint ist.
Aktives Zuhören ist für mich weit mehr als nur hinzuhören. Es ist eine Haltung – und ein zentraler Schlüssel für erfolgreiche Zusammenarbeit.
Wenn Menschen spüren, dass ihnen wirklich zugehört wird, entsteht Vertrauen. Und mit Vertrauen entsteht die Bereitschaft, sich zu öffnen.
In diesem Raum wird echter Austausch möglich.
Kreativität kann entstehen, neue Perspektiven kommen ins Spiel und es zeigen sich Lösungen, die echten Mehrwert bieten – weil sie gemeinsam entwickelt wurden.
Gerade in der Arbeit mit Selbstständigen erlebe ich immer wieder: Die entscheidenden Impulse entstehen oft nicht im fachlichen Austausch, sondern in den Momenten, in denen etwas innerlich andockt.
Aktives Zuhören ermöglicht mir erst, die Bedürfnisse meiner Kund:innen wahrzunehmen, die häufig unausgesprochen bleiben – und genau dort gezielt anzusetzen.
Es geht mir um weniger vorschnelle Lösungen. Und um mehr echtes Verstehen.
3. Ich erkläre weniger – und lade mehr ein
Ein Punkt, der für mich als Beraterin besonders wichtig ist:
2026 möchte ich aufhören, mich oder meine Arbeit ständig erklären zu müssen. Stattdessen will ich klarer zeigen, wofür ich stehe – und dann einladen.
Dieses Vorhaben ist für mich auch eine Rückbesinnung auf eine Haltung, die mich schon lange begleitet. Bereits 2009 habe ich im Jahrestraining „Spielraum für Wesentliches“ bei Christian Maier eine zentrale Haltung des inner game kennengelernt, die mich bis heute prägt:
Keine Antwort ohne Frage.
Diese Haltung möchte ich 2026 wieder bewusster leben. Nicht, um mich zurückzuziehen – sondern um Verantwortung dahin zurückzugeben, wo sie hingehört.
Denn wenn ich weniger erkläre und schneller antworte, entsteht Raum dafür, dass mein Gegenüber wieder lernt, eigene Fragen zu stellen. Fragen, die das eigene Denken erweitern und dazu einladen, sich aktiv mit neuen Themen und Situationen auseinanderzusetzen.
Es geht mir darum, Menschen darin zu stärken, die Rolle der Gestaltenden einzunehmen – statt die des Konsumenten.
Nicht fertige Lösungen abzuholen, sondern sich die Suche nach einer passenden Lösung selbst zu eigen zu machen.
Dabei geht es oft um „starke Fragen“ wie zum Beispiel:
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Was kann ich selbst tun, um die Situation zu verbessern?
-
Was will ich damit wirklich erreichen?
-
Was gibt mir Kraft – und was nimmt sie mir?
-
Was kann ich aus dieser Situation lernen?
Wer Resonanz spürt, bleibt. Wer keine spürt, darf weitergehen.
Das fühlt sich für mich nicht nach Abgrenzung an, sondern nach Ehrlichkeit. Und nach einer Zusammenarbeit, die auf Gegenseitigkeit beruht.
4. Ich nehme meine eigene Energie ernster als meine To-do-Liste
Ich weiß, wie verführerisch es ist, Aufgaben „noch schnell“ zu erledigen. Und ja – Disziplin gehört zum Alltag als Selbstständige dazu.
Aber 2026 möchte ich bewusster darauf achten:
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Wann bin ich wirklich aufnahmefähig?
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Wann bin ich präsent?
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Wann arbeite ich aus Fülle – und wann aus Pflichtgefühl?
Nicht alles, was erledigt ist, war auch gut investierte Energie. Resonanz heißt für mich, meine Kraft nicht nur zu nutzen, sondern klug einzusetzen.
Energiequellen sind etwas sehr Persönliches. Was für den einen funktioniert, passt für den anderen vielleicht nicht. Genau deshalb habe ich meine ganz persönlichen Wege, wie ich neue Kraft tanke und meinen Akku wieder auflade, in einem eigenen Blog-Beitrag beschrieben („Aufgetankt im Alltag – Meine Energiequellen als Selbstständige und was ich meinen Kund:innen empfehle“).
Meine Erfahrung ist:
Es sind nicht die großen Veränderungen, die den Unterschied machen, sondern die kleinen Gewohnheiten im Alltag.
- Der Cappuccino auf dem Balkon.
- Die stille Bank im Grünen.
- Ein (R-)Auszeit-Tag, mit der Kombination von Natur und Bewegung.
- Das kreative Austoben in der Küche.
- Und der bewusste Blick darauf, was mir Kraft gibt – und was mir Kraft raubt.
Daher lautet mein wichtigster Satz für mich selbst:
Ich bin der wichtigste Mensch in meinem eigenen Alltag.
Ich mache mich selbst zur Priorität. Nicht irgendwann. Nicht, wenn es gerade passt. Sondern regelmäßig, bewusst – mit kleinen Schritten, die zu mir passen.
Damit ich kraftvoll für mich und mein Business da sein kann.
5. Ich messe Erfolge nicht mehr nur an Ergebnissen
Zahlen, Ergebnisse und Zielerreichung bleiben wichtig. Aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte.
An dieser Stelle komme ich noch einmal auf eine Haltung aus dem inner game zurück, die mich seit 2009 begleitet und die ich im Jahrestraining „Spielraum für Wesentliches“ bei Christian Maier kennengelernt habe:
Erfolg lässt sich nicht vermeiden.
Christian vertritt die spannende These, dass Erfolg nichts anderes ist als die Folge von etwas Vorangegangenem. Von Handlungen – und ebenso von Gedanken. Alles, was wir tun und denken, hat Konsequenzen.
Wenn ich mich auf den Weg mache, etwas zu erreichen, dann führt das, was ich dafür tue – und vor allem auch das, was ich dabei denke, mein inneres Spiel – zu einer Folge. Ich habe Erfolg.
Diese Perspektive verändert für mich den Blick auf Leistung und Bewertung. Erfolg ist nicht nur das sichtbare Ergebnis am Ende, sondern ein Prozess, der sich Schritt für Schritt entfaltet.
2026 möchte ich Erfolg deshalb auch daran messen:
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wie tragfähig Entscheidungen sind
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wie klar Prozesse werden
-
wie selbstständig Menschen ins Handeln kommen
Resonanz zeigt sich für mich oft nicht im schnellen Ergebnis, sondern in der Nachhaltigkeit dessen, was entsteht.
6. Ich erlaube mir öfter, etwas noch nicht zu wissen
Unternehmerisch „nicht zu wissen“ fühlt sich schnell unbequem an. Wir sind es gewohnt, Antworten zu haben, Entscheidungen zu treffen und Orientierung zu geben.
Eine Weisheit aus dem inner game begleitet mich dabei schon lange:
Lieber etwas nicht können und sich dabei gut fühlen, als etwas nicht können und sich dabei schlecht fühlen.
2026 möchte ich mir deshalb bewusst öfter erlauben:
-
Fragen stehen zu lassen
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Entwicklungen reifen zu lassen
-
nicht alles sofort einzuordnen
Resonanz braucht manchmal Zeit.
Indem ich mir selbst einen Lern- und Erfahrungsraum zugestehe, öffne ich die Möglichkeit, eigene Denkmodelle, Verhaltensgewohnheiten und auch Gefühlsmuster bewusster wahrzunehmen. Ich erlebe, wie sie mein Verhalten beeinflussen – und damit auch meine Ergebnisse.
Diese Haltung schärft meine Wahrnehmung. Und sie führt zu mehr Bewusstsein – vor allem zu mehr Selbstbewusstsein im eigentlichen Sinne.
Ich möchte mein Leben und mein Business noch verantwortungsvoller gestalten. Mich stärker auf das fokussieren, was für mich wirklich Sinn macht. Und ich vertraue darauf, dass Klarheit entsteht, wenn ich ihr Raum gebe.
Fazit
2026 geht es mir weniger um neue Ziele oder große Veränderungen.
Es geht darum, bewusster zu handeln, Entscheidungen zu treffen, die stimmig sind, und Räume zu schaffen – für mich selbst, für andere und für das, was wirklich trägt.
Die sechs Dinge, die ich in diesem Jahr anders machen möchte, sind für mich keine Checkliste, sondern Feinjustierungen meiner Haltung und meines Handelns. Sie zeigen, wo ich bewusst Raum für Resonanz schaffen möchte:
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Entscheidungen, die ich mehr nach Gespür als nur nach Vernunft treffe,
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Gespräche, denen ich wirklich zuhöre und die Zwischentöne wahrnehme,
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mich selbst als Priorität, meine Energie bewusst einsetzen,
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weniger erklären und mehr einladen,
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Erfolg nicht nur an Zahlen messen, sondern an nachhaltiger Wirkung,
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mir erlauben, auch mal nicht alles zu wissen.
Diese Punkte sind miteinander verbunden: Sie leben von Eigenverantwortung, von der Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, und vom Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
Resonanz ist mein innerer Kompass für 2026. Sie zeigt mir, was stimmig ist, auch wenn es leise wirkt. Und sie erinnert mich daran:
Nicht alles muss sofort perfekt sein – Klarheit entsteht, wenn man ihr Raum gibt.

Vielleicht ist 2026 auch für dich kein Jahr der großen Umbrüche, sondern eines der leisen, bewussten Veränderungen.
Nicht alles muss sofort klar sein. Aber vieles wird stimmig, wenn du beginnst, genauer hinzuhören.








