Vor einigen Wochen habe ich mir vorgenommen, meine Walking-Runde zu nutzen, um über mein Jahresmotto 2026 nachzudenken.
Rückblickend auf das Jahr 2025 wurde mir schnell klar, dass es mir weniger um Zahlen oder Projekte ging, sondern um Begegnungen. Um Gespräche, die nachgewirkt haben. Um Zusammenarbeit, die sich leicht und richtig angefühlt hat – und um andere, bei denen etwas gefehlt hat. Zunächst bin ich an dem Begriff Verbundenheit hängen geblieben.
Mir geht es darum, dass ich mich mit meinen Kund:innen sehr verbunden fühle, dass ich durch das Netzwerken hier in der Region neue wertvolle Kontakte knüpfen konnte – und dass ich mir dadurch zugleich erlauben darf, mich von „alten“ Auftraggebern zu verabschieden.
Aus diesen Überlegungen ist ein Motto entstanden, das mich 2026 begleiten wird: Resonanz.
Was Resonanz für mich bedeutet
Resonanz ist für mich mehr als ein schönes Wort. Es beschreibt ein Gefühl, das sich in der Zusammenarbeit mit Menschen einstellt – oder eben nicht. Resonanz entsteht dort, wo Interesse, Offenheit und Vertrauen aufeinander treffen und etwas in beide Richtungen wirkt.
Dabei geht es mir nicht um Harmonie um jeden Preis. Resonanz bedeutet für mich auch Klarheit: wahrzunehmen, was stimmig ist, und ebenso, was es nicht mehr ist. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass echte Verbundenheit nicht daraus entsteht, alles festzuhalten, sondern bewusst zu wählen.
Resonanz fühlt sich leicht an, ohne oberflächlich zu sein. Sie schafft Nähe, ohne Grenzen zu verwischen. Und sie gibt mir Orientierung – in Gesprächen, in Entscheidungen und in der Frage, mit wem und wie ich arbeiten möchte.
Resonanz in meiner Arbeit mit Kund:innen
Mir ist es seit jeher wichtig, mit meiner Arbeit etwas bei meinen Kund:innen zu bewirken. Nicht im Sinne schneller Lösungen, sondern nachhaltig und wirksam. Dafür braucht es aus meiner Sicht Resonanz auf beiden Seiten.
Zusammenarbeit funktioniert für mich nur dann gut, wenn die „Chemie“ stimmt und wir beide das Gefühl haben, uns aufeinander einlassen zu können. Resonanz, die dadurch entsteht, zeigt sich für mich in Offenheit, im ehrlichen Austausch und in der Bereitschaft, sich auch mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.
Deshalb arbeite ich nicht für jede:n – und genau so wichtig ist mir, dass auch meine Kund:innen sich bewusst für eine Zusammenarbeit entscheiden. Vertrauen, Sympathie und eine ähnliche Vorstellung von Zusammenarbeit sind die Basis meiner Arbeit. Aus diesem Grund gab es bereits in der Vergangenheit immer ein Kennenlernen, bevor wir starteten. Danach dürfen wir beide entscheiden, ob wir diesen Weg gemeinsam gehen möchten.
Für 2026 möchte ich diesen Fokus noch stärker leben: Ich möchte bewusst nur mit Menschen arbeiten, bei denen ich Resonanz spüre – bei denen sich die Zusammenarbeit leicht, klar und stimmig anfühlt.
Resonanz heißt auch: Loslassen dürfen
2025 war für mich nicht nur ein Jahr des Aufbaus, sondern auch eines bewusster Entscheidungen – was sehr gut zu meinem Jahresmotto für dieses Jahr passte: Zielklarheit.
Entscheidungen, die nicht plötzlich entstanden sind, sondern das Ergebnis eines längeren inneren Prozesses waren. Rückblickend erkenne ich: Das Thema Resonanz hat mich schon weit vor der bewussten Wahl meines Jahresmottos begleitet – ich konnte es nur noch klarer benennen.
Ein Beispiel dafür ist meine Entscheidung, mich im Sommer 2025 aus einem langjährigen Projekt zu lösen. Seit 2018 war ich gemeinsam mit den Kolleg:innen von leadandmeet als Feedbackprofi für die Stadt München tätig, wo wir mithilfe des Potenzialanalysetools DNLA jährlich rund 200 erfahrene Führungskräfte in ihrer beruflichen Standortbestimmung begleitet haben. Die Aufgabe war fachlich wie menschlich äußerst bereichernd und hat mir tiefe Einblicke in unterschiedlichste Arbeitswelten ermöglicht. Die Arbeit mit den Führungskräften hat mir stets große Freude bereitet.
Gleichzeitig durfte ich erkennen, dass sich meine Rahmenbedingungen und meine unternehmerische Ausrichtung verändert haben. Die regelmäßigen Reisen nach München, der hohe zeitliche Aufwand und mein heutiger Fokus passten zunehmend weniger zusammen. Freude an der Arbeit ist wichtig – aber sie allein ist kein ausreichender Return on Invest.
Diese Entscheidung war kein Abschluss, sondern ein erster bewusster Schritt in Richtung größerer Klarheit und Stimmigkeit. Resonanz bedeutet für mich, solche Signale ernst zu nehmen – und mir zu erlauben, auch in Zukunft Entscheidungen zu treffen, die meiner aktuellen Ausrichtung entsprechen. 2026 darf genau dafür Raum geben.
Resonanz als innerer Kompass für 2026
Mit dem Jahresmotto „Resonanz“ möchte ich 2026 bewusster auf das hören, was sich stimmig anfühlt – in Gesprächen, in Entscheidungen und in meiner Arbeit. Resonanz soll für mich ein innerer Kompass sein, der mir Orientierung gibt, ohne alles im Voraus festzulegen.
Nach einem Jahr der Zielklarheit darf es nun mehr um das Vertrauen in mein Gespür gehen. Weniger darum, was sinnvoll erscheint, und mehr darum, was wirklich trägt. Resonanz zeigt sich oft leise – aber sie ist zuverlässig, wenn ich mir erlaube, ihr Raum zu geben.
Ich bin neugierig, welche Begegnungen, Projekte und Entscheidungen sich daraus im Jahr 2026 ergeben werden. Und ich möchte mir erlauben, diesen Weg Schritt für Schritt zu gehen – aufmerksam, verbunden und klar ausgerichtet.

Meine Einladung an Dich
Resonanz zeigt sich nicht laut, sondern ehrlich.
Mich würde interessieren:
- Wo spürst Du in Deinem Business echte Verbundenheit?
- Und wo darf es 2026 vielleicht leichter werden?








